Ausstellung in der Fundaziun La Tuor in Samedan
Öffnungszeiten:
26.06.2026 - 25.10.2026
16.12.2026 - 07.03.2027
Mittwoch bis Sonntag: 15:00 bis 18:00 Uhr
An folgenden Feiertagen bleibt La Tuor geschlossen:
24. / 25. und 26. Dezember, 31. Dezember,
1. und 2. Januar, 1. März, Karfreitag, Ostern, Auffahrt,
Pfingsten, 1. August,
Veranstaltungstip im Schweizer Jäger
Pelz im Mittelpunkt der neuen Ausstellung
Auch der Schweizer Jäger stellt die Ausstellung in der Fundaziun La Tour in Samaden unter Veranstaltungstips vor und wirbt für die Museumsnacht mit Belgleitveranstaltung.
Quelle: Quelle: Schweizer Jäger Ausgabe 09/2026
Die Medien berichten über die Ausstellung
Pelz, zwischen Blut und Glamour
Die am Donnerstagnachmittag eröffnete Jahresausstellung im mittelalterlichen Wohnturm La Tuor in Samedan nimmt sich dem umstrittenen Thema Pelz an. Eine Ausstellung, die so fast nur hier, im Spannungsfeld zwischen Jagd und High Society möglich ist.
Ötzi hat Pelz getragen. Auch Charlie Chaplin, Gunter Sachs und Brigitte Bardot. Letztere besonders gerne auch mal im mondänen Weltkurort St. Moritz, wo das Tragen eines Pelzmantels seit dem Aufkommen des Tourismus wie selbstverständlich zum Alltag gehört ...
Quelle: Engadiner Post vom 27.06.2026
Pelz lässt niemanden kalt -ein Abend voller Handwerk und Diskussion
Unter diesem Motto durfte ich am 18. September 2026 einen Pelzworkshop als Begleitveranstaltung zur Ausstellung «Pelz – ein Material polarisiert» im Rahmen der Engadiner Museumsnacht leiten.
11 neugierige Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen in der Chesa Planta in Samedan aufeinander. Vom Jäger bis zum White-Turf-Besucher vom St. Moritzersee – unterschiedlicher hätte die Runde kaum sein können. Eines hatten aber alle gemeinsam: die Lust, Pelz einmal selbst in die Hand zu nehmen und damit zu arbeiten.
Nach einer kurzen Einführung und Begrüssung durch Frau … ging es direkt ans Handwerk.
Zuerst durfte sich jeder sein persönliches Wunschfell aussuchen. Zur Auswahl standen vorbereitete Rondellen und ganze Felle. Wer mutig war, durfte selbst zum Kürschnermesser greifen.
Und da wurde schnell klar: Mit einer messerscharfen Klinge Fell auszuschneiden, ohne dabei die Haare zu erwischen, ist gar nicht so einfach. Präzision, Gefühl und ein bisschen Geduld sind gefragt.
Danach wurde es richtig handwerklich.
Nadel, Faden und Fingerhut.
Faden einfädeln. Knoten machen. Ins Leder stechen. Das Band für den Schlüsselanhänger annähen. Schritt für Schritt entstand aus einem kleinen Stück Fell eine eigene Bommel.
14 Stiche braucht es dafür.
Nach anfänglichem Respekt vor Nadel und Leder hatten schliesslich alle den Dreh raus. Die Bommel wurde mit Stopfwatte gefüllt – und dann kam der grosse Moment: kräftig zuziehen.
Aus einem flachen Stück Fell wurde plötzlich eine runde, flauschige Fellbommel.
Noch ein Knoten. Fertig.
Und weil eine Bommel offensichtlich nicht genug war, haben einige gleich noch eine zweite angefertigt. Das schönste Kompliment für einen Workshop.
Doch natürlich wurde an diesem Abend nicht nur genäht.
Die bunt gemischte Gruppe kam schnell ins Gespräch und diskutierte angeregt über Pelz: Wie wird Pelz heute getragen? Welchen Stellenwert hat er in unserer Gesellschaft? Und wie sieht die Zukunft des Kürschnerhandwerks und der Umgang mit Pelz im Engadin und speziell in St. Moritz aus?
Genau diese Mischung macht solche Abende für mich besonders: Handwerk erleben, Wissen weitergeben und miteinander ins Gespräch kommen.
Zum Abschluss führte Kurator Herr Gugger die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch durch die Ausstellung «Pelz – ein Material polarisiert» im La Tuor in Samedan.
Ein Abend mit vielen Fragen, spannenden Gesprächen, jeder Menge Handwerk – und vor allem mit vielen glücklichen Menschen, die ihre selbstgemachte Fellbommel mit nach Hause nehmen konnten.
Pelz lässt eben wirklich niemanden kalt.